Angeltechniken – Dänemark

Küstenangeln

Seeland und die umliegenden Inseln bieten mit ihrer über 2.000 km langen Küstenlinie großartige Möglichkeiten zum Angeln.

Entlang der Küste kann auf eine Vielzahl verschiedener Fischarten geangelt werden. Dazu zählen unter anderem Schollen, Klieschen, Flundern, Steinbutte und Dorsche. In den Sommermonaten sind ebenfalls Meeräschen, Makrelen und Hornhechte in großer Zahl anzutreffen. Meerforellen kommen das ganze Jahr über in den Gewässern vor.

Die Küste Seelands ist sehr abwechslungsreich und es gibt viele Fjorde, z. B. den Isefjord, den Roskilde Fjord und den Kalundborg Fjord. Je nach Jahreszeit können hier unterschiedliche Fischarten beangelt werden. Die nördliche Küste von Seeland ist durch Riffe, Wellenbrecher und steinige Küstenabschnitte geprägt. Møn und Stevns locken mit beeindruckenden Kreidefelsen, während die Küsten von Lolland und Falster mit einer intakten aquatischen Vegetation sowie Schutz vor den vorwiegend westlichen Winden überzeugen. An der westlichen Küste Seelands bieten Riffe und Senken großartige Angelplätze.

Kurz gesagt, Seeland bietet alles, was das Anglerherz begehrt. Ganz gleich welche Jahreszeit herrscht oder wie das Wetter ist, es gibt immer Plätze, an denen sich das Angeln lohnt.

Seeland ist für das Angeln auf Meerforelle bekannt. Um dies auch weiterhin zu ermöglichen, investieren zahlreiche freiwillige Helfer Zeit und Arbeit in die Verbesserung der Lebensräume dieser Fischart. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Flüssen und Laichgründen.

Von allen Anglern wird erwartet, dass sie die Anstrengungen der freiwilligen Helfer und Angelvereine in Seeland achten, welche in die Verbesserung des Fischbestands und der Lebensräume investiert wurden. Insbesondere bei guten Angelerfolgen ist Mäßigung und Zurückhaltung angebracht, indem zum Beispiel keine großen Stückzahlen an Meerforellen entnommen werden. In 2019 wird eine neue Bekanntmachung zum Freizeitangeln in Seeland veröffentlicht. Diese beinhaltet unter anderem Initiativen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Meerforellen in Seeland und Informationen zum Meerforellenangeln im Allgemeinen.

Die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit, welche unter der Schirmherrschaft der ansässigen Angelvereine und mit Unterstützung einheimischer Angler geleistet wird, schützt und bewahrt die vielfältige Fauna der Flüsse. Dies kommt wiederum dem Meerforellenbestand zugute. Die Arbeit der Freiwilligen ist daher nicht nur auf lokaler Ebene wichtig, sondern verbessert die Angelmöglichkeiten auf Meerforellen entlang der gesamten Küste Seelands. Deshalb wurde die „Zealand Gravel Gang“ gegründet.

Die “Zealand Gravel Gang” ist ein Beispiel für die wichtige Zusammenarbeit der freiwilligen Helfer, der Gemeinden und der Grundbesitzer. Jedes Jahr initiieren sie eine Reihe von Renaturierungsmaßnahmen. Die „Zealand Gravel Gang“ ist sowohl in der Dänischen Vereinigung für Angelsport als auch in Fishing Zealand verankert. Sie bietet Anregung und Unterstützung für alle Beteiligten, um die langfristige Verbesserung der Umwelt sowohl auf organisatorischer als auch auf praktischer Ebene sicherzustellen. Weitere Informationen zur Arbeit der „Zealand Gravel Gang“ finden Sie hier.


Brackwasserangeln

Im Gegensatz zu den meisten anderen dänischen Gewässern weist die Ostsee im Süden Dänemarks einen verhältnismäßig geringen Salzgehalt auf. Aufgrund des Salzgehalts wird das Wasser in dieser Region als Brackwasser bezeichnet. Dies trifft z. B. auf die küstennahen Angelgründe von Køge Bugt und Kopenhagen im Norden bis hin nach Lolland und Falster im Süden zu. Der Salzgehalt ist so gering, dass sich insbesondere Barsch, Hecht und Aland hier wohlfühlen.

Je nach Jahreszeit können Sie alles von Plattfischarten, Dorsch und Meeräsche bis hin zu Hecht, Barsch und Aland in den Gewässern fangen.

Zahlreiche potentielle Störfaktoren können die Bestände der Brackwasserhechte negativ beeinflussen. Nicht nur Fressfeinde wie Kormorane und Robben, sondern auch starke Winde durch die gelegentlich große Wassermassen mit einem hohen Salzgehalt in die Brackwassergebiete strömen, können das Überleben der Hechte gefährden, wenn sich nicht rasch in Regionen mit einem niedrigeren Salzgehalt zurückziehen. Auch die Veränderung der Lebensräume kann den Hechtbestand beeinträchtigen. So gibt es beispielsweise immer weniger Seegraswiesen, die als Versteck und Habitat für die Hechtbrut dienen können.

Das Fehlen von überschwemmten Wiesen in den Fjorden aufgrund von Entwässerungen, sowie Flussbegradigungen und Verbauungen erschweren dem Hecht den Zugang zu passenden Laichgründen. Darüber hinaus konnte wissenschaftlich belegt werden, dass die Schwarzmundgrundel – als ursprünglich nicht heimische Art – ein starker Nahrungskonkurrent für juvenile Barsche und Hechte ist. Schwarzmundgrundeln fressen außerdem die Eier und Larven von anderen Fischen, wahrscheinlich auch die von Hecht und Barsch.

Aufgrund der oben genannten Faktoren ist nachhaltiges Brackwasserangeln umso wichtiger. Einheimische Angler schützen ihre Fischbestände und das gleiche wird von Gästen aus Dänemark und dem Ausland erwartet.

Das Brackwasserangeln in Seeland ist einzigartig und muss für die Zukunft erhalten und geschützt werden. Um dies zu erreichen, hat Fishing Zealand beispielsweise Informationsflyer sowie mehrsprachige Informationstafeln erstellt und verbreitet. Auf politischer Ebene kooperiert Fishing Zealand mit der Dänischen Vereinigung für Angelsport. Gemeinsam setzen sie sich etwa für die Einführung von Entnahmefenstern und neuen Catch & Release Gebieten ein. Außerdem arbeitet Fishing Zealand mit führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet in der sogenannten „Brakvandsgruppen“ (Brackwasser-Gruppe) zusammen. 2015 wurden vier Gebiete ernannt, in denen ausschließlich Catch & Release erlaubt ist. Diese vier Gebiete liegen im Præstø Fjord, Stege Nor, Jungshoved Nor, Fane Fjord und deren Umgebung. In diesen Gebieten gelten besondere Vorschriften, so ist das Töten von Hecht ganzjährig verboten. Diese Vorschriften betreffen alle Formen des Freizeitangelns. Für das Angeln mit Netzen gelten Schonzeiten von Februar bis Mitte Mai. Für Freizeitangler bedeutet dies, dass das Angeln in Brackwassergebieten im südlichen Seeland ausschließlich in Form von Catch & Release durchgeführt werden darf. Mehr zu den Regeln und Vorschriften lesen Sie hier.

Die Mitglieder von Fishing Zealand arbeiten unermüdlich an der Verbesserung der Laichbedingungen für den Hecht. In diesem Zusammenhang wird nun eine der größten Initiativen realisiert: Dänemarks erste „Pike-Factory“ („Hechtfabrik“) in der Gemeinde Vordingbirg. Zur Veranschaulichung dieser Initiative wurde ein Film über die „Pike Factory“ angefertigt, welcher hier zu sehen ist. Außerdem wurde im Rahmen des CATCH Projekts ein weiterer Film über schonendes Catch & Release erstellt, den Sie hier ansehen können.

Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass viele weitere Projekte zur Verbesserung der Laichbedingungen von Hecht und Barsch im Süden Seelands und den angrenzenden Inseln durch Mitglieder von Fishing Zealand geplant sind.


 

Meeresangeln

Im Meer rundum Seeland gibt es großartige Möglichkeiten auf Dorsch, Wittling, Hering, Makrele, Hornhecht und nicht zuletzt auf Plattfischarten wie Scholle, Kliesche, Flunder, Seezunge und Steinbutt zu angeln. Außerdem bieten die Küstengebiete östlich von Südseeland, vor allem vor der Insel Møn, gute Gelegenheiten zum Schleppangeln auf Atlantischen Lachs.

Zum Meeresangeln können Sie Ihr eigenes Boot nutzen oder ein Boot vor Ort mieten. Ebenso besteht die Möglichkeit einen Platz auf einem Angelkutter zu buchen, um auf saisonale Fischarten zu angeln. Dorsch ist meist ganzjährig anzutreffen. Anbieter von Charterbooten sind vor allem in den Häfen der Øresundregion und in Storebælt zu finden.

Wenn Sie ein eigenes Boot haben, gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Spinnfischen. Meeresangeln mit leichter Ausrüstung ist besonders aufregend, da die Bisse und der Drill sehr intensiv sein können. Ein Echolot kann beim Aufspüren der Fische helfen.

 

Schleppangeln

In den vergangenen Jahren ist die Beliebtheit des Schleppangelns stetig gestiegen. An vielen Stellen bieten sich großartige Möglichkeiten zum Angeln auf silberne Meerforellen und Lachse. Vor allem rundum die Insel Møn können besonders große Exemplare gefangen werden. Boote zum Schleppangeln sind mit spezieller Ausrüstung ausgestattet, um zeitglich mit mehreren Ruten und unterschiedlichen Ködern in verschiedenen Tiefen und in einem größeren Areal angeln zu können. In Bezug auf die Ausrüstung ist das Schleppangeln recht aufwändig, allerdings gibt es immer mehr Guides, die Chartertouren anbieten, bei denen Ihnen auch die benötigte Ausrüstung zur Verfügung gestellt wird.

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