Fallstudie: Die „Pike Factory” (Dt: Hechtfabrik), Dänemark

Die Fallstudie stärkt die Hechtpopulation mit Schwerpunkt auf der Entwicklung des Angeltourismus in den Brackwassergebieten Südseelands. Das Hauptziel dieses Projekts ist die Schaffung neuer Laichplätze für Hechte, die in den brackigen Gewässern Südseelands leben.

Untersuchungsstandorte: Beide möglichen Untersuchungsstandorte sind Bäche in der Nähe der Stadt Præstø in der Gemeinde Vordingborg, Dänemark. Die Umgebung der beiden Bäche besteht zum Teil aus Wiesen und Wäldern. Einer der Bäche mündet in den Præstø Fjord und der andere in die Jungshoved Nor. An beiden Standorten liegen die Bereiche entlang der Wasserläufe tief im Gelände, sodass bei richtiger Sanierung diese Flächen im Winter/Frühjahr überschwemmt werden und somit für Laichplätze von Hechte geeignet sind. Die durch die Sanierung überfluteten Wiesen schaffen ein gutes Laichgebiet für Brackwasserhechte. Ungefähr die Hälfte der Hechtpopulation laicht im Süßwasser und, was noch wichtiger ist, ist das Überleben der Brut im Süßwasser verglichen mit Brackwasser.

Zielfischart: Hecht

Angelmethoden: Die einzige Ausrüstung, die benötigt wird, ist eine Angelrute und eine Rolle. Die beiden beliebtesten Arten für das Hechtangeln in der Gegend ist für erfahrene Angler jedoch entweder das Angeln auf dem Boot oder mit Watstiefeln entlang der Küste. Man kann entweder eine Spinnrute mit einem Köder oder eine Fliegenrute mit einer Fliege benutzen.

Hauptangelsaison: Anfang Frühjahr (März) und Herbst (September bis November)

Zielgruppe (Kunden): Das Angeln auf Hecht im Brackwasser eignet sich für alle Altersgruppen, besonders in den Häfen, die ideale Bedingungen für Jugendliche und Anfänger bieten.

Vorhandene Infrastruktur: Unterkunft, Anbieter für das Freizeitangeln, Angelfachgeschäfte, Angel-Guides (der Umfang der umliegenden Infrastruktur hängt von der spezifischen Lage der „Pike Factory“ ab).

Entwicklung des Angeltourismus: Angeln auf Brackwasserhecht ist für Angelbesucher äußerst attraktiv. Der regionale wirtschaftliche Wert des Hechtangelns gewinnt zunehmend an Bedeutung. In den letzten 10 Jahren rückte die Bedeutung der Angelei vermehrt in den Fokus, insbesondere in Bezug auf Hechte in der Region um Mön. Die Qualität der Angelmöglichkeiten auf Mön ist jetzt auf einem Niveau, das Angler auch aus Ländern außerhalb Dänemarks, wie Schweden, Deutschland und den Niederlanden anzieht.

Nachhaltigkeitsaspekte:

  • Es gelten Schonzeiten und Größenbeschränkungen für das Hechtangeln.
  • Vier Gebiete in den Gewässern von Südseelands wurden als Catch-and-Release-Gebiete festgelegt
  • C&R-Gebiete für einen Zeitraum von 5 Jahren – gewerbliches Angeln auf Hecht ist in diesen Gebieten nicht erlaubt.
  • Es wurden Bemühungen unternommen, um das Angeln auf Hecht nachhaltig zu gestalten, wie z. B.:
    • Verbesserung des Lebensraums in Flüssen und Bächen (Wiederherstellung von Laichplätzen);
    • größerer Fokus auf die Faktoren, die die Fischpopulationen im Salzwasser begrenzen;
    • größerer Fokus auf die Umweltbedingungen in Seen und Fjorden;
    • Einbeziehung von Freiwilligen bei Umweltschutzmaßnahmen;
    • Informations- und Lehrmaterial über gutes Verhalten beim Angeln ist für Besucher/Angler erhältlich;
    • Kurse für Angler werden angeboten; und ein Netzwerk zertifizierter Angel-Guides wurde eingerichtet.
  • Es gibt Hinweisschilder auf Dänisch, Englisch, Deutsch und Polnisch zur Erläuterung der Gesetze und Regelungen für die C&R-Gebiete sowie der Richtlinien für gutes Angeln und die C&R-Methoden.
  • Während diverser Veranstaltungen und Aktivitäten bringt Fishing Zealand verschiedene Akteure, wie z. B. lokale Gemeinschaften, Angler, Journalisten, Menschen, die an Sanierungsprojekten beteiligt sind, und viele mehr zusammen.
  • Darüber hinaus bietet Fishing Zealand für verschiedene Arten von Interessengruppen und Altersgruppen (z. B. Schulklassen, Guides und Naturwächter, Freiwilligengruppen und viele mehr) Trainings- und Bildungsreisen zu den Untersuchungsstandorten an.
  • Fishing Zealand unterstützt lokale Unternehmen und überzeugt weitere Unternehmen, aufgrund ihres wirtschaftlichen Potenzials im Bereich des nachhaltigen Angeltourismus zu arbeiten.
  • Fishing Zealand möchte ein gutes Beispiel für einen nachhaltigen Angeltourismus auf nationaler Ebene, aber auch mit internationaler Reichweite (grenzüberschreitend) bieten.

Bekannte Probleme: Es gibt keine Begrenzung für die Anzahl der Fische, die man mit nach Hause nehmen kann (Fangbegrenzung), und es ist notwendig große Hechte zu schützen, die für das Laichen ganz besonders wichtig sind (empfohlene Größe 60 – 80 cm).

Marketing-Slogan: Keinen

Website: www.fishingzealand.dk

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