Fischarten – Dänemark

Die Insel Seeland ist umgeben von Wasser, Sie können hier auf zahlrieche unterschiedliche Fischarten angeln. Die 2.000 kilometerlange Küste bietet ein abwechslungsreiches Naturerlebnis und Landschaftsbild. Hier finden Sie viele verschiedene Fischarten – nachstehend werden 5  von ihnen näher erläutert. Natürlich eignen sich die Spots auf Seeland auch zum Angeln von Plattfischen (z. B. Flunder und Scholle) sehr gut. Im Laufe der Sommermonate können Sie auf Seeland und an den meisten Anlegestellen im Flachwasser auch Meeräsche fangen. Hier erfahren Sie mehr über das Angeln auf Seeland.

Dorsch (Gadus morhua)

© Scandinavian Fishing Year Book

 

Merkmale und Größe:

Dorsche sind leicht an ihren drei Rückenflossen, der hellen Seitenlinie und den zwei Afterflossen zu erkennen. Ihre Körperfärbung kann variieren; weist aber typischerweise ein bräunlich, grünlich bzw. rötlich marmoriertes Muster auf. Der Oberkiefer des Dorschs steht hervor und am Unterkiefer sitzt eine sichtbare Kinnbartel. Dorsche über 10 kg gelten als Trophäenfische, während Exemplare von 1 – 5 kg häufiger anzufinden sind. Der größte jemals auf Öresund gefangene Dorsch brachte unglaubliche 30,5 kg auf die Waage.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Dorsche leben ausschließlich im Salzwasser und sind Raubfische, die sich von Garnelen, Flundern, Würmern und Heringen ernähren. Sie jagen sowohl tags- als auch nachtsüber, sind aber vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Sie finden ihre Beute in steinigen und bewachsenen Regionen – entlang des Ufers bis ins offene Meer hinaus. Dorsche laichen in der Zeit von Januar bis April. Hierfür kommen sie in großen Schwärmen von 30 – 60 Metern Länge zusammen und pflanzen sich im freien Wasser fort. Dorsche werden von Vögeln wie auch von anderen Raubfischen – einschließlich des Dorschs selbst – erbeutet.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Der Dorsch hat ein Mindestmaß von 35 cm. Es gibt keine Schonzeiten für Dorsche. Stattdessen wurde eine Tagesfangbegrenzung von 7 Dorschen im Öresund eingeführt.

Fangzeit:

Die für gewöhnlich besten Fangzeiten für Küstendorsche sind März/April und Oktober/Januar, wenn die Dorsche sich in Ufernähe aufhalten. Bootsangeln auf Dorsch ist dagegen ganzjährig erfolgsversprechend – insbesondere, wenn es um Zielfische in Wassertiefen von über 5 Metern geht.

 

Hecht (Esox lucius)

© Scandinavian Fishing Year Book

 

Merkmale und Größe:

Die Rückenflosse des Hechts (Esox lucius) befindet sich direkt vor der Schwanzflosse. Die Färbung variiert oft, aber typischerweise kann man Hechte an ihrer grünlichen Grundfarbe mit länglichen gelblichen Flecken entlang der gesamten Flanke erkennen. Die Bauchseite ist gewöhnlich hellgelb bis weißlich. Hechte haben einen ziemlich ausgeprägten vorstehenden Unterkiefer und ein Maul mit zahlreichen messerscharfen, nach hinten gekrümmten Fangzähnen. Hechte über 10 kg gelten als Trophäenfische, wobei Exemplare zwischen 1 und 6 kg am häufigsten vorkommen.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Brackwasserhechte ernähren sich vorwiegend von Schwarzmundgrundeln, aber auch Heringe, Flundern und Stichlinge gehören zu ihrer Beute. Für gewöhnlich gehen sie im seichten Wasser auf Beutefang – oftmals weniger als einen Meter tief, an sandigen Stellen mit unterschiedlicher Vegetation. Hechte laichen von April bis Mitte Mai in Krautbetten. Sie werden selbst von anderen Hechten und von verschiedenen Raubvögeln gejagt.

Mindestgröße und Schonzeit:

Der Hecht hat ein offizielles Mindestmaß von 60 cm und vom 1. April bis einschließlich 15. Mai ist das Hechtangeln verboten. Zudem besteht ein Verbot für das Töten von Hechten, die im Praestoe Fjord, Stege Nor, Jungshoved Nor und Fane Fjord gefangen werden. Die konkreten Flächenareale können hier und hier eingesehen werden.

Fangzeit:

Das Hechtangeln in Brackgewässern ist ganzjährig erfolgsversprechend – solange die Schonzeit berücksichtigt wird.

 

Meerforelle (Salmo trutta)

© Scandinavian Fishing Year Book

 

Merkmale und Größe:

Meerforellen ändern ihr Aussehen mehrmals während ihrer gesamten Lebenszeit. Jungfische weisen einen hellen Bauch sowie rötliche und schwarze Flecken entlang der dunklen Flanken auf. Wenn sie 1 – 4 Jahre alt sind und Richtung Ozean wandern, färbt sich ihr Rücken dunkler, ihr Bauch wird weiß und ihre Flanken grausilbern mit schwarzen Flecken. Nach 2 – 4 Jahren im Meer kehren die Meerforellen zum Laichen zurück in die Flüsse, in denen sie ursprünglich geschlüpft sind. Während dieser Wanderung ändert sich ihr Aussehen erneut. Die Seiten färben sich bräunlich – oftmals mit einem goldenen Glanz, und die Milchner entwickeln einen verformten Unterkiefer. Meerforellen ab einem Gewicht von 5 kg gelten als Trophäenfische.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Meerforellen sind relativ opportunistische Raubfische, die von kleinen Krustentierchen bis hin zu großen Heringen und Sandaalen so ziemlich alles fressen. Überwiegend suchen Meerforellen an steinigen oder lückig bewachsenen Stellen mit vereinzelten sandigen Abschnitten nach Nahrung. Manchmal kann man sie auch auf reinem Sandboden finden, wo sie Jagd auf Sandaale machen. Meerforellen laichen von Dezember bis Januar in den Flüssen.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Vom 16. November bis einschließlich 15. Januar besteht Schonzeit für Meerforellen (gilt für Exemplare im Laichkleid/gefärbte Fische). Das Angeln auf Meerforellen im Süßwasser ist im gleichen Zeitraum verboten. Das Mindestmaß für diese Art beträgt 40 cm.

Fangzeit:

Meerforellen können ganzjährig entlang der Küste gefangen werden. Die besten Zeiten sind für gewöhnlich die Frühlings- und Herbstmonate.

Makrele (Scomber scombrus)

© Scandinavian Fishing Year Book

 

Merkmale und Größe:

Die Makrele (Scomber scombrus) hat einen charakteristischen torpedoförmigen Körper mit einem sehr schmalen Schwanzstiel. Hinter der Rücken- und der Analflosse sitzen 5 – 6 Flossenstacheln. Der Rücken ist hellgrün gefärbt mit dunklen Tigerstreifen. Die untere Körperseite ist silbrig und der Bauch weiß gefärbt. Makrelen können bis zu 3 kg schwer werden, durchschnittlich wiegt eine Makrele ungefähr 1 kg.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Makrelen suchen dänische Gewässer und Küsten jedes Jahr in der Zeit von Juni bis Oktober auf. Sie kommen von der Nordsee, wo sie überwintern. Im Juni und Juli laichen sie in gewaltigen Schwärmen nahe der Wasseroberfläche. Nach dem Ablaichen verteilen sie sich und beginnen sich von Sprotten, Heringen und Sandaalen zu ernähren. Makrelen begeben sich für gewöhnlich entlang von Landzungen, an Riffen oder in Gezeitenströmungen auf Nahrungssuche – am hungrigsten sind sie meistens am frühen Morgen oder spät am Abend.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Es besteht keine Schonzeit für Makrelen, aber eine Mindestgröße von 20 cm.

Fangzeit:

Nach einem besonders warmen Frühling zeigen sich die ersten Makrelen Ende Mai. Die beste Fangzeit ist normalerweise von Juni bis August. Im September und Oktober findet man sie nur noch sporadisch.

 

Gewöhnlicher Hornhecht (Belone belone)

© Scandinavian Fishing Year Book

 

Merkmale und Größe:

Hornhechte (Belone belone) haben ein charakteristisches, langes, schnabelartiges Maul, welches mit zahlreichen scharfen Zähnen besetzt ist. Der Körper ist sehr langgestreckt mit einem dunklen Rücken und einer weißen Unterseite; die Flanken glänzen silbrig. Jedes Jahr werden Hornhechte von gut einem Kilo gefangen, das durchschnittliche Gewicht liegt aber zwischen 300 – 500 g.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Gegen Ende April kommen die Hornhechte in riesigen Schwärmen zum Laichen in das seichte Wasser entlang der Küsten – in steinigen Gegenden bevorzugen sie Seegras und Blasentang. Im Juni wandern die Fische in die Ostsee, und im August und September über tiefere Gewässer wieder zurück – auf dem Weg in ihr Überwinterungsgebiet westlich von Irland. Der Hornhecht ernährt sich hauptsächlich von Fischen wie z. B. Hering, Sandaal und Sprotte, aber in den Uferzonen ernährt er sich gerne von Garnelen und anderen freischwimmenden Krebsen.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Für den Hornhecht besteht kein Mindestmaß und auch keine Schonzeit.

Fangzeit:

Insbesondere nach einem warmen Frühling kann der Hornhecht bereits im späten April gefangen werden. Normalerweise beginnt die Fangzeit aber im Mai und endet im Juni. Auch im August und im September können Hornhechte wieder gefangen werden – aber zu dieser Zeit sollte man sie in tieferen Regionen suchen.

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close