Lizenzen und gesetzliche Vorschriften – Dänemark

Wir bemühen uns, die Informationen auf dieser Unterseite aktuell zu halten. Dennoch übernehmen wir keine Garantie für die Richtigkeit der untenstehenden Informationen. Für rechtsverbindliche Informationen wenden Sie sich bitte an zuständigen Ministerien und Institutionen; Links zu den entsprechenden Websites finden Sie unten. Letztes Update: September 2018.

Die dänischen Angelvorschriften werden von der Danish Agricultural Agency (zu Deutsch: Dänische Landwirtschaftsbehörde) verwaltet. Unter anderem werden hier die Mindestmaße, die Schonzeiten, die Schutzgebiete sowie die Fangquoten definiert. Auf deren Webseite können Sie die obligatorische staatliche Angellizenz erwerben, die erforderlich ist, wenn Sie zwischen 18 und 65 Jahre alt sind. Man erhält die staatliche Angellizenz jedoch auch an zahlreichen anderen Standorten. Diese Standorte sind hier aufgelistet.

Mit der staatlichen Angellizenz sind Sie berechtigt, sowohl im Süß- als auch im Salzwasser zu angeln. Die Jahreskarte kostet 185 DKK, die Wochenkarte 130 DKK und die Tageskarte 40 DDK.

Sobald Sie im Besitz der Angellizenz sind, dürfen Sie mit dem Angeln beginnen. Je nachdem, welche Zielfischart sie beangeln wollen, sind Sie verpflichtet, die jeweiligen Gesetze und Verordnungen zu den Mindestgrößen und Schonzeiten nachzulesen. Mindestgrößen wurden eingeführt, um den Fischarten mindestens einmal in ihrem Leben das Laichen zu ermöglichen. Mit den Schonzeiten wird ähnliches beabsichtigt: Den Fisch während der Laichzeit zu schützen.

Für die Meerforelle gilt im Süßwasser eine Schonzeit vom 16. November bis 15. Januar. Das Angeln im Salzwasser von Meerforellen im Laichkleid ist im gleichen Zeitraum verboten. Die Mindestgröße für Meerforellen beträgt 40 cm.

Für Dorsch besteht keine Schonzeit, sie werden aber durch eine Tagesfangbegrenzung von 5 Dorschen pro Angler geschützt. Während der Zeit vom 1. Februar bis 31. März beträgt die Fangbegrenzung 3 Dorsche pro Tag. Zudem gilt für Dorsche eine Mindestgröße von 35 cm.

Für Makrelen gibt es keine Schonzeiten, ihr Bestand wird aber durch die Mindestgröße von 20 cm geschützt.

Für Hornhecht besteht weder eine Schonzeit noch eine Mindestgröße.

Die Schonzeit für Hecht gilt vom 1. – 30. April. Für Salz- und Brackgewässer ist die Schonzeit bis zum 15. Mai ausgeweitet worden. Die Mindestgröße für Süß, – Brack- und Salzgewässer beträgt 60 cm. Zuletzt wurde ein vollständiges Verbot für das Töten von im Praestoe Fjord, Stege Nor, Jungshoved Nor und Fane Fjord gefangene Hechte eingeführt. Die hiervon betroffenen spezifischen geographischen Gebiete können hier eingesehen werden.

 

Schonzeiten & Schutzgebiete

Eine vollständige Liste der Schonzeiten für alle Süßwasserfischarten finden Sie hier und für Salzwasserfischarten hier. Die Mindestmaße für alle Salzwasserfischarten finden Sie zudem hier und für Süßwasserfischarten hier. Zusätzlich gibt es bestimmte Regionen, die zur Erhaltung wandernder Meerforellenpopulationen vollständig oder periodisch geschützt sind. Zu diesen Schutzgebieten können Sie sich hier belesen.

Beim Verschieben des Kartenausschnitts werden Sie sehen, dass die Schutzgebiete in unterschiedlichen Farben angezeigt werden: rot für ganzjährige Schonzeiten, blau für 16. September – 15. März und gelb für andere Schonzeiten – oder bei geltenden besonderen Gesetzen oder Verordnungen. Um zusätzliche Informationen zu den Schutzgebieten erhalten, klicken Sie einfach auf die jeweilige eingefärbte Zone und ein Pop-up-Fenster erscheint.

Zu guter Letzt empfehlen wir Ihnen, die App “Fangstjournal” auf Ihrem Smartphone herunterzuladen. Hier finden Sie alle Schutzgebiete und die App zeigt Ihnen genau, wo Sie sich gerade im Verhältnis zu ihnen befinden.

 

Catch & Release

Neben all den behördlichen Vorschriften gibt es auch eine Reihe von ungeschriebenen Gesetzen zum allgemeinen Verhalten und zum Umgang mit Fischen, mit denen man sich vertraut machen sollte.

Das sogenannte Catch-and-Release-Angeln (zu Deutsch: Fangen und Zurücksetzen) ist in der Region um Seeland schon lange bekannt und die damit verbundenen Praktiken gelten nicht nur für Fische, die gesetzlich zurückgesetzt werden müssen. Sie werden auch bei Fischen angewandt, die aufgrund ihrer Größe oder Verbreitung biologisch wertvoll sind.

Beim Ausüben der Catch-and-Release-Praktik müssen Sie sicherstellen, dass der Fisch in einem lebensfähigen Zustand zurückgesetzt wird. In der Praxis bedeutet dies, dass Sie Ihre Angel so anpassen sollten, dass der Fisch ohne übermäßige Erschöpfung oder Belastung gelandet werden kann. Die Landung der Fische sollte entweder mit nassen Händen oder einem knotenlosen Netz erfolgen, das die lebenswichtige Schleimschicht des Fisches nicht beschädigt. Die weitere Handhabung sollte mit nassen Händen und – idealerweise – mit den Fischen im Wasser oder alternativ auf einer nassen Abhakmatte erfolgen. Wenn Sie den Fisch wiegen möchten, bevor Sie ihn zurücksetzen, sollten Sie eine Wiegeschlinge oder ein Netz verwenden. Wenn Sie den Fisch zurücksetzen, warten Sie darauf, dass der Fisch wieder zu Kräften kommt und lassen Sie ihn nicht los, bis er selbständig davonschwimmt. Hier können Sie mehr über das richtige Fangen und Zurücksetzen von Brackwasserhecht erfahren.

 

Verhaltenskodex – und ungeschriebene Gesetze

Abschließend empfehlen wir Ihnen, andere Menschen im Freien – sowie andere Fischer – zu respektieren, indem Sie die angemessene Entfernung einhalten. Respektieren Sie die öffentlichen Weg-, die allgemeinen Verkehrs- und Parkregelungen und achten Sie auf die Umwelt. Angelschnüre und andere Abfälle sollten in öffentlichen Abfallbehältern entsorgt oder mit nach Hause genommen werden.

Hier können Sie auf der Webseite von Fishing Zealand mehr über die ungeschriebenen Gesetze sowie Verhaltensrichtlinien erfahren.

Genießen Sie das Angeln und die Landschaft auf Seeland – Petri Heil!

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