Fischarten - Polen

Barsch (Perca fluviatilis)

© Scandinavian Fishing Year Book

 

Merkmale und Größe:

Die Bauch- und die Analflosse des Barschs sind gelb bis rot gefärbt, der hintere Teil der ersten Rückenflosse hat dunkle Flecken, die Flanken sind deutlich mit dunklen Streifen bedeckt. Auf der Körperoberseite befinden sich zwei deutlich voneinander getrennte Rückenflossen: die erste Rückenflosse ist grau mit einem schwarzen Punkt an der Spitze und mit spitzen Stacheln ausgestattet. Die zweite ist grünlich-gelb gefärbt. Die Brustseite ist für gewöhnlich gelb, die anderen Flossen sind rot. Barsche können mehr als 3 kg schwer werden, wenn auch nur selten. Für gewöhnlich gelten Exemplare von mehr als 1 kg als schwer.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Das Stettiner Haff und die Flussmündungen Świna (dt.: Swine) und Dziwna (dt.: Dievenow) sind Brackgewässer. Barsche können hier am Ufer in Schilfnähe gefangen werden. An ufernahen Plätzen, Häfen und Anlegestellen sammeln sich viele Barsche. An der Mündung der Swine und der Dievenow befindet sich ein beliebter Angelplatz. Der Barsch ist, was seine Ernährungsweise angeht, ziemlich opportunistisch. Auf Nahrungssuche geht er zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wobei sich sein Nahrungsspektrum recht vielseitig gestaltet. Barsche ernähren sich oft von kleineren Fischen und Flusskrebsen.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Die Mindestgröße beträgt 20 cm; eine Schonzeit gibt es nicht.

Fangzeit und Angeltechniken:

Barsche können im Stettiner Haff ganzjährig geangelt werden. Eine gute Zeit zum Barschangeln ist der Herbst. Die größten Exemplare werden beim Eisangeln gefangen. Gute Ergebnisse werden beim Posenangeln erzielt. Als Hauptköder werden Kompostwürmer oder Maden verwendet. Das Spinnangeln eignet sich am besten für größere Exemplare. Verwenden Sie kleine Gummiköder von 3 – 5 cm. Als beste Köder für das Eisangeln gelten Jigs, Spinner und Blutwürmer.

 

Hecht (Esox lucuis)

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Merkmale und Größe:

Hechte haben einen länglichen, torpedoförmigen Körper, einen langen, flachen Kopf und ein oberständiges Maul mit scharfen Zähnen. Die Rücken- und die Analflosse befinden sich nahe der Schwanzflosse, weshalb sie ihrer Beute gerne aus dem Hinterhalt auflauern und dann blitzartig zuschlagen. Hechte ernähren sich von anderen Fischen, aber auch wirbellose Tiere, Lurche und sogar Vögel zählen zu ihrem Beutespektrum.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Gute Fangplätze gibt es um die Inseln Wolin (dt.: Wollin) und Karsibor (dt.: Karseburg), aber auch an der Swine. Im Frühjahr wandern die Hechte zum Laichen in seichte Gebiete oder überschwemmte Wiesen. Im Herbst und im Winter wandern sie häufig in tiefergelegene Regionen.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Die Schonzeit reicht in der Danziger Bucht vom 1. Januar bis zum 15. Mai, in anderen Meeresgewässern (westlich von 15°23ʹ14ʺ E) vom 1. Januar bis zum 30. April; das Mindestmaß beträgt 50 cm.

Fangzeit und Angeltechniken:

Hechtangeln im Stettiner Haff kann während der gesamten Fangzeit ausgeübt werden. Die größten Exemplare können von Oktober bis Ende Dezember gefangen werden. Zur grundlegendsten Methode zum Hechtangeln im Stettiner Haff gehört das Schleppangeln mit großen Ködern von bis zu 25 – 30 cm. Eine weitere effektive Technik ist das Vertikalangeln sowie unsere Spezialität, das pelagische Jiggen.

 

Brachse (Abramis brama)

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Merkmale und Größe:

Die Brachse hat einen tiefen, seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper. Die Augen und der Kopf sind schmal im Vergleich zu ihrer Körpergröße. Das Maul ist leicht unterständig und kann wie ein Schlauch vorgestülpt werden. Die Brachse ist silbrig-grau gefärbt, wenngleich ältere Brachsen eine bronze-goldfarbene Färbung zeigen, insbesondere in klaren Gewässern. Bei guten Bedingungen können einige Exemplare 6 – 8 kg schwer werden, der Durchschnitt liegt bei 1 – 3 kg.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Brachsen schwimmen entlang des Ufers, Angler fangen sie für gewöhnlich zwischen der ersten und zweiten Sandbank. Beliebte Strände zum Fangen von Brachsen gibt es in Międzyzdroje (dt.: Misdroy), Dievenow und Rewal (dt.: Rewahl). Brachsen halten sich typischerweise bodennah auf und ernähren sich dort von Insekten, insbesondere von Zuckmückenlarven, kleinen Krebstieren, Weichtieren und Pflanzen. Größere Exemplare ernähren sich aber auch von kleineren Fischen.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Die Mindestgröße beträgt 40 cm; eine Schonzeit gibt es nicht.

Fangzeit und Angeltechniken:

Beste Fangzeit für die Brachse in der Pommerschen Bucht ist von Juni bis Ende Oktober. Große Meerbrachsen können vom Strand aus beim Brandungsangeln gefangen werden. Beliebte Köder sind Kompostwürmer und Heringsfilet.

 

Dorsch (Gadus morhua)

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Merkmale und Größe:

Dorsche haben einen großen Kopf mit einer Bartel. Sie haben drei Rückenflossen und zwei Analflossen; die Bauchflosse ist kehlständig. Die Fische sind bräunlich marmoriert und ihre Bauchseite ist weißlich.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Entlang der Westküste werden Dorsche von in Kolobrzeg (dt.: Kolberg) ablegenden Booten oder Kuttern aus gefangen. Dabei werden Fische in einer Tiefe von 25 Metern gefangen. Sie gehören zu den wichtigsten Fischarten in der Ostsee, von denen es einige separate Bestände mit unterschiedlichem Laich- und Fresswanderungsverhalten gibt. Diese Fischart lebt bodennah und ernährt sich von Fischen wie z. B. Hering, Sprotte und Sandaal, aber auch von Krustentieren und anderen Wirbellosen. Dorsche laichen pelagisch im offenen Wasser, wobei die Entwicklung der Larven stark vom Salz- und Sauerstoffgehalt des Wassers abhängt.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Die Mindestlänge beträgt 35 cm; eine Schonzeit gibt es nicht.

Fangzeit und Angeltechniken:

Dorsche können ganzjährig im Polnischen Meer und auf offenem Meer vom Boot aus gefangen werden. Pilker und Gummiköder werden hierfür verwendet, manchmal eignen sich auch Heringsfilets sehr gut.

 

Meerforelle (Salmo trutta)

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Merkmale und Größe:

Meerforellen haben einen torpedoförmigen Körper; die Maulspalte endet deutlich hinter dem Auge. Außer während der Laichzeit ist ihre Haut silbrig mit schwarzen Flecken, auch unterhalb des Seitenlinienorgans. Sie besitzen eine Fettflosse und die Schwanzflosse hat einen geraden Abschluss.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Meerforellen schwimmen ganz nah am Ufer, Angler fangen sie meist zwischen der ersten und zweiten Sandbank. Bei der Meerforelle handelt es sich um eine anadrome Wanderfischart, die zum Laichen in die Flüsse aufsteigt. Jungtiere ernähren sich von Insektenlarven und kleinen Fischen. Nach ihrer Wanderung ins offene Meer gehören Krebse, Garnelen, Borstenwürmer sowie Fische wie z. B. Sandaale oder Heringe zu ihrem Beutespektrum. Als Lebensraum bevorzugen sie Küstengewässer, die sowohl sandige als auch steinige und mit Wasserpflanzen bewachsene Abschnitte aufweisen oder Mündungsgebiete von Flüssen.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Schonzeit: 15. September bis 30. November auf offenem Meer 4 Seemeilen von der Küste entfernt, 15. September bis 31. Dezember in Binnengewässern und innerhalb der Grenzen der Häfen von Darłowo (Rügenwalde), Dźwirzyno (Kolberger Deep), Kołobrzeg (Kolberg), Łeba (Leba), Rowy (Rowe), Ustka (Stolpmünde). 25. September bis 31. Dezember in Binnengewässern westlich von 15°23ʹ14ʺE. Das Mindestmaßbeträgt 50 cm.

Fangzeit und Angeltechniken:

Beste Fangzeit für Forellen in der Pommerschen Bucht ist von Dezember bis Mitte Mai. Die beliebteste Fangmethode  für Meerforelle ist das Spinnfischen vom Strand aus. Es ist wichtig, auf eine große Wurfweite zu achten, das Waten im Wasser erhöht die Effektivität. Köder für Meerforellen sind Spinner und Wobbler. Eine sehr beliebte Methode vom Boot aus ist das Schleppangeln.

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