Fischarten - Deutschland

Dorsch (Gadus morhua)

© Scandinavian Fishing Year Book

 

Merkmale und Größe:

Dorsche haben einen großen Kopf mit einer Bartel. Sie haben drei Rückenflossen und zwei Analflossen; die Bauchflosse ist kehlständig. Die Fische sind bräunlich marmoriert und ihre Bauchseite ist weißlich.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Für den gewerbsmäßigen Fischfang sowie das Freizeitangeln stellt der Dorsch eine der wichtigsten Fischarten in der Ostsee dar. Es gibt einige ausgeprägte Bestände mit unterschiedlichem Laich- und Fresswanderungsverhalten. Diese Fischart lebt bodennah und ernährt sich von Fischarten wie z. B. Hering, Sprotte und Sandaal, aber auch von Krustentieren und anderen Wirbellosen. Dorsche laichen pelagisch im freien Wasser, wobei die Entwicklung der Larven stark vom Salz- und Sauerstoffgehalt des Wassers abhängt.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Dorsche mit einer Größe von 40 – 60 cm können mühelos in der Ostsee rundum Mecklenburg-Vorpommern gefangen werden, Fänge einzelner Exemplare von über einem Meter werden allerdings immer seltener. Wenn Sie auf Dorsch angeln möchten, beachten Sie bitte das für diese Fischart geltende Mindestmaß (35 cm) und die Fangbegrenzung: 5 Fische pro Tag von April bis Januar, aber nur 3 Fische pro Tag während der Schonzeit vom 1. Februar bis 31. März.

Flunder (Platichthys flesus)

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Merkmale und Größe:

Die Flunder ist beim Angeln auf der Ostsee rundum Mecklenburg-Vorpommern generell der häufigste Plattfisch. Aber auch Klieschen (Limanda limanda), Schollen (Pleuronectes platessa) und andere Plattfischarten können in dieser Gegend gefangen werden. Flundern haben einen flachen, ovalen Körper und eine raue Haut. Das Seitenlinienorgan ist leicht gebogen und das Ende der Schwanzflosse ist gerade.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Flundern leben oft in Küstennähe, außerdem kommen sie im Brackwasser vor. Manchmal wandern sie in die angrenzenden Flüsse. Diese Spezies bevorzugt sandige Untergründe und laicht zwischen Januar and Mai. Die Eier schweben frei im Wasser und die Larven erhalten früh ihre typische asymmetrische Form. Würmer, Garnelen, Asseln, Muscheln und kleinere Fische gehören zu ihrer Beute.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Die Mindestgröße für Flunder, Kliesche sowie Scholle beträgt 25 cm. Flundern können das ganze Jahr über gefangen werden.

Fangzeit:

Auch wenn Flundern ganzjährig gefangen werden können, gelten Sommer und Herbst als beste Fangzeit. Sie sind nachtaktive Tiere, können aber auch tagsüber gefangen werden. Die besten Zeiten für das Brandungsangeln sind abends zur Dämmerung und nachts.

Meerforelle (Salmo trutta)

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Merkmale und Größe:

Meerforellen haben einen torpedoförmigen Körper; die Maulspalte endet deutlich hinter dem Auge. Außer während der Laichzeit ist ihre Haut silbrig mit schwarzen Flecken, auch unterhalb des Seitenlinienorgans. Sie besitzen eine Fettflosse und die Schwanzflosse hat einen geraden Abschluss.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Bei der Meerforelle handelt es sich um eine anadrome Wanderfischart, die zum Laichen in die Flüsse aufsteigt. Jungtiere ernähren sich von Insektenlarven und kleinen Fischen. Nach ihrer Wanderung ins offene Meer gehören Krebse, Garnelen, Borstenwürmer sowie Fische wie z. B. Sandaale oder Heringe zu ihrem Beutespektrum. Als Lebensraum bevorzugen sie Küstengewässer, die sowohl sandige als auch steinige und mit Wasserpflanzen bewachsene Abschnitte aufweisen oder Mündungsgebiete von Flüssen.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Das Mindestmaß für diese Fischart beträgt 45 cm, als Tagesfangbegrenzung gelten 3 Salmoniden – Meerforellen und Lachse zusammen. Die Schonzeit für Meerforellen erstreckt sich vom 15. September bis zum 14. Dezember.

Fangzeit:

Wenn die Wassertemperaturen im Frühjahr steigen, ist die Wahrscheinlichkeit, an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern Meerforellen zu fangen, sehr groß. Im Winter ist das Angeln vom Boot aus erfolgsversprechender. Die durchschnittliche Länge beträgt 40 – 70 cm, es können aber auch einzelne Exemplare von mehr als 90 cm gefangen werden.

Hecht (Esox lucius)

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Merkmale und Größe:

Hechte haben einen länglichen, torpedoförmigen Körper, einen langen flachen Kopf und ein oberständiges Maul mit scharfen Zähnen. Die Rückenflosse und die Analflosse befinden sich nahe der Schwanzflosse, weshalb sie ihrer Beute gerne aus dem Hinterhalt auflauern und dann blitzartig zuschlagen. Hechte ernähren sich von anderen Fischarten, aber auch wirbellose Tiere, Lurche und sogar Vögel zählen zu ihrem Beutespektrum.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Im Frühjahr wandern die Hechte zum Laichen in seichte Gebiete oder überschwemmte Wiesen. Im Herbst und im Winter wandern sie häufig in tiefergelegene Regionen. Hechte leben im Süßwasser, aber auch in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns, insbesondere in krautigen Regionen mit einer relativ hohen Wassertransparenz. Der Greifswalder Bodden beherbergt eine der größten Hechtpopulationen in Europa. Aufgrund der osmotischen Bedingungen sowie der zahlreichen Nahrungsmöglichkeiten erreichen die Fisch bereits in jungen Jahren beachtliche Größen. Hechtfänge von mehr als einen Meter sind keine Seltenheit. Sogar größere Exemplare von bis zu 1,40 m können in den Boddengewässern gefangen werden.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Das Mindestmaß für Hechte in den Küstengewässern beträgt 50 cm, die Schonzeit gilt für den Zeitraum vom 1. März bis 30. April. Die Tagesfangbegrenzung beträgt 3 Fische pro Tag.

Zander (Sander lucioperca)

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Merkmale und Größe:

Der Zander hat einen langgestreckten, spindelförmigen, mit Kammschuppen besetzten Körper, große Augen und zwei Rückenflossen. Die vordere Rückenflosse hat harte Stachelstrahlen.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Hauptsächlich laichen sie im April und Mai. Die Eier werden oft an Zweigen, Wurzeln oder Pflanzenteilen abgelegt. Danach werden die Laichnester von den Männchen beschützt und teilweise recht aggressiv verteidigt. Hauptnahrungsquellen sind andere Fischarten oder Artgenossen. Zander leben im Süßwasser, sind aber auch in den Bodden Mecklenburg-Vorpommerns, insbesondere in den Regionen, die eine starke Trübung und einen strukturreichen Grund aufweisen, zu finden.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Das Mindestmaß für Zander in den Küstengewässern beträgt 45 cm (40 cm innerhalb der Angelreviere Darßer Boddenkette, Peenestrom und des deutschen Teils des Stettiner Haffs). Die Schonzeit erstreckt sich vom 23. April bis zum 22. Mai. Als Fangbegrenzung gelten 3 Fische pro Tag.

Fangzeit:

Frühsommer und Herbst eignen sich am besten zum Zanderangeln. Aufgrund der starken Wassertrübung kann diese Spezies in den Boddengewässern auch an sonnigen Tagen gefangen werden.

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