Fischarten - Litauen

Hecht (Esox lucius)

© Scandinavian Fishing Year Book

 

Merkmale und Größe:

Der Hecht ist leicht an seinem langen, flachen, entenschnabelähnlichen, großen Maul mit den vielen scharfen Zähnen zu erkennen. Seine Rücken- und seine Analflosse sind weit nach hinten verlagert. Die Kiemenreusen sind gespickt mit scharfen Zähnen auf den Kiemenbögen. Die Körperfärbung ist oft olivgrün und geht am Bauch ins Gelbliche bis Weiße über. Hechte können ziemlich schnell wachsen, werden aber für gewöhnlich nicht schwerer als 20 kg.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Hechte sind typische Raubfische: sie legen keine großen Entfernungen zurück, sondern lauern im Hinterhalt zwischen Wasserpflanzen oder in Bodennähe auf ihre Beute. Da Hechte ihr Revier gerne verteidigen, besetzen nur Hechte von ähnlicher Größe die gleichen Stellen, damit sie sich nicht gegenseitig auffressen. Hechte haben einige wenige natürliche Feinde, nicht selten fressen sie eigene kleinere Artgenossen. Zur Laichzeit werden Hechte oft zur Beute für Otter, da sie zu dieser Zeit sehr angreifbar werden.

Mindestgröße und Schonzeiten:

In Litauen ist das Fangen und Töten von Hecht vom 1. Februar bis zum 20. April verboten. Auch ist es verboten, vom 1. Januar bis zum 20. April lebende Fische als Köder zu benutzen. Die Mindestgröße für Hecht beträgt 45 cm und bei einem Angelausflug dürfen Sie nur 3 Fische mitnehmen.

Fangzeit:

Hechte sind ganzjährig aktiv, aber der Herbst ist die beste Jahreszeit, um auf Hecht zu angeln. Wenn die Wassertemperaturen sinken, werden die Hechte aktiver, da sie beginnen, sich Reserven für den Winter anzufressen. Auch nach dem Ablaichen, am Ende des Frühlings, ist eine gute Zeit, um auf Hechtfang zu gehen, wenn sich die großen Hechte noch im seichten und warmen Wasser aufhalten.

 

Flussbarsch (Perca fluviatilis)

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Merkmale und Größe:

Die Bauch- und die Analflosse des Barschs sind gelblich bis rot gefärbt, der hintere Teil der ersten Rückenflosse hat dunkle Flecken, die Flanken sind deutlich mit dunklen Streifen bedeckt. Auf der Körperoberseite befinden sich zwei deutlich voneinander getrennte Rückenflossen: Die erste Rückenflosse ist grau mit einem schwarzen Punkt an der Spitze und mit spitzen Stacheln ausgestattet. Die zweite ist grünlich-gelb gefärbt. Die Brustseite ist für gewöhnlich gelb, die anderen Flossen sind rot. Die Körperfärbung hängt von der Wasserfärbung und dem Gewässergrund ab und kann von grünlich bis gelb variieren, mit querlaufenden schwarzen Streifen an den Seiten. Barsche können mehr als 3 kg schwer werden, wenn auch nur selten. Für gewöhnlich gelten Exemplare von mehr als 1 kg als schwer.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Der Barsch ist, was seine Ernährungsweise angeht, ziemlich opportunistisch. Auf Nahrungssuche geht er zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wobei sich sein Nahrungsspektrum recht vielseitig gestaltet. Barsche ernähren sich oft von kleineren Fischen und Flusskrebsen. In größeren Gewässern können Barsche kurze Laichwanderungen unternehmen, für gewöhnlich laichen sie Mitte Frühling an Unterwasserpflanzen oder überspülten Büschen ab, wenn die Wassertemperatur bis auf 7 °C ansteigt.

Mindestgröße und Schonzeiten:

Für Barsche bestehen in Litauen keine Mindestgrößen oder andere Einschränkungen. Im Nemunas-Delta-Regionalpark wie auch im Kurischen Haff gilt eine Fangquote von 7 kg und im restlichen Binnengewässer von 5 kg.

Fangzeit:

Barsche sind ganzjährig aktiv und können zu jeder Jahreszeit gefangen werden. Die beste Fangzeit besteht nach der Laichzeit im Spätfrühling sowie von Spätsommer bis Mitte Herbst. Eisangeln im Winter kann ebenfalls sehr erfolgsversprechend sein.

 

Brachse (Abramis brama)

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Merkmale und Größe:

Die Brachse hat einen tiefen, seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper. Die Augen und der Kopf sind schmal im Vergleich zu ihrer Körpergröße. Das Maul ist leicht unterständig und kann wie ein Schlauch vorgestülpt werden. Die Brachse ist silbrig-grau gefärbt, wenngleich ältere Brachsen eine bronze-goldfarbene Färbung zeigen, insbesondere in klaren Gewässern. Die Jungtiere sind silberfarben und an den Seiten gelblich gefärbt. Die Flossen sind alle grau oder hellbraun, aber niemals rötlich. Die Analflosse beginnt unterhalb der Rückseite der Rückenflosse und ist tief gegabelt. Bei guten Bedingungen können einige Exemplare 6 – 8 kg schwer werden, der Durchschnitt liegt bei 1 – 3 kg.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Brachsen halten sich typischerweise gerne am Gewässergrund auf und ernähren sich dort von Insekten, insbesondere von Zuckmückenlarven, kleinen Krebstieren, Weichtieren und Pflanzen. Größere Exemplare ernähren sich aber auch von kleineren Fischen.

Mindestgröße und Schonzeiten:

In Litauen besteht ein Angelverbot für Brachsen, welches nur im Nemunas-Delta-Regionalpark vom 20. April bis 20. Mai gilt.

Fangzeit:

Wie alle karpfenartigen Fische sind Brachsen während der warmen Jahreszeit aktiver, doch größere Exemplare können auch noch im Spätherbst oder sogar beim Eisangeln gefangen werden. 

 

Zander (Sander lucioperca)

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Merkmale und Größe:

Zander können bis zu 1,50 m lang und bis zu 20 kg schwer werden, durchschnittlich werden aber Exemplare von 35 – 55 cm Körperlänge und einem Gewicht von 0,5 – 2,5 kg gefangen. Ihr Körper ist spindelförmig, die Rückenseite ist grünlich-grau gefärbt. An den Seiten haben sie eine gelbliche Färbung mit länglich querverlaufenden Flecken, während die Bauchseite weiß ist und die Rückenflossen Stacheln haben. Der Kopf zeichnet sich durch seine spitze Form, die hellen Augen und die großen Eckzähne im vorderen Teil von Ober- und Unterkiefer aus.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Der Zander ist ein Raubfisch, der sich hauptsächlich von kleineren Fischen ernährt. Die Laichzeit beginnt im Spätfrühling, die Männchen verteidigen nach dem Ablaichen das Gelege vor anderen Fischen und versorgen die Eier, indem sie ihnen mit ihren Brustflossen frisches Wasser zufächeln. Sie sind leichte Beuchte für Wilderer.

Mindestgröße und Schonzeiten:

In Litauen ist es verboten, Zander in der Zeit vom 1. März bis 20. Mai zu fangen. Die Mindestlänge für Zander beträgt 45 cm und es ist erlaubt höchstens 3 Stück pro Angeltag zu entnehmen.

Fangzeit:

Die beste Fangzeit für das Zanderangeln beginnt mit dem Sommeranfang und geht bis Mitte Herbst, denn der Zander bevorzugt warme Temperaturen und ist während der kalten Jahreszeit weniger aktiv. Aber auch außerhalb dieser Zeit ist gezieltes Angeln auf Zander noch möglich.

 

Atlantischer Lachs (Salmo salar)

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Merkmale und Größe:

Die adulten Tiere im Meer sind blau-grün gefärbt, der obere Teil ist silbrig an den Seiten, während die Bauchseite weiß ist und einige schwarze Flecken aufweist, unterhalb der Seitenlinie befinden sich jedoch keine Flecken. Ihr Körper ist spindelförmig und seitlich wenig abgeflacht. Die Schwanzflossen sind in der Regel nicht gefleckt. Einige Exemplare verlieren während der Laichwanderung den silbrigen Glanz und werden matt braun oder gelblich, die Haut wird dick und ledrig. Männchen können rot gesprenkelt sein oder große schwarze Flecken aufweisen und sind durch ihre länglichen hakenförmigen Kiefer gekennzeichnet, die an den Spitzen zusammentreffen.

Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung:

Nach der Laichzeit verlieren die überlebenden Elterntiere ihr Laichkleid und sind meistens dunkler gefärbt. Der Laichhaken der Männchen schwindet nach dem Ablaichen. Die Laichwanderung vom Meer in die Flüsse beginnt ab der zweiten Sommerhälfte.

Mindestgröße und Schonzeiten:

In Litauen ist es verboten Lachse in der Zeit vom 15. Oktober bis 31. Dezember zu fangen. Darüber hinaus ist das Lachsangeln in den meisten Lachsflüssen vom 16. September bis zum 15. Oktober ohne Angellizenz verboten. Eine vollständige Liste mit Flüssen finden Sie hier. Die Mindestlänge für Lachse beträgt in den Binnengewässern – 65 cm, auf dem Meer – 60 cm. Es darf pro Angeltag nur 1 Fisch mitgenommen werden.

Fangzeit:

Die beste Fangzeit zum Lachsangeln ist direkt vor und direkt nach der Schonzeit (da die Lachse nach dem Ablaichen ins Meer zurückwandern). Das Lachsangeln auf dem Meer vom Boot aus beginnt im Spätherbst und kann, sofern die Wetterbedingungen günstig sind, den ganzen Winter über bis zur zweiten Frühlingshälfte andauern, mit Höhepunkt zu Beginn des Frühjahres. Die Saison für das Lachsangeln von der Küste aus ist recht kurz und dauert von Anfang bis Ende Frühling.

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