Fallstudie: Die Stettiner Uferlandschaft, Polen

Die Fallstudie gibt einen Überblick über den aktuellen Stand des Küstenangeltourismus an der beliebten Südwestküste Polens, der zur Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung des Küstenangeltourismus in Polen genutzt werden kann.

Untersuchungsstandorte: Die Stettiner Uferlandschaft (der westlichste Teil der polnischen Küste) erstreckt sich auf das Stettiner Haff, die Mündung der Oder und die Pommersche Bucht. Der Untersuchungsstandort Pommersche Bucht umfasst den polnischen Teil der Bucht, der von der Stadt Świnoujście (dt.: Swinemünde) bis zum Leuchtturm in Gąski (dt.: Funkenhagen) reicht. Das Stettiner Haff ist die südlichste Küstenbucht der Ostsee. Der polnische Teil erstreckt sich über etwa 410 km² und umfasst mehrere Seen und Lagunen sowie die Meerengen Świna (dt.: Swine) und Dziwna (dt.: Dievenow). Die Oder mündet in das Haff, sodass das Gebiet Teil des ausgedehnten Mündungsgebietes wird. Das Haff ist durch die 3 Meerengen mit der Ostsee verbunden. Aufgrund des schwierigen Wasseraustausches mit dem Meer gehört das Wasserreservoir zu den Brackwassern. Der durchschnittliche Salzgehalt liegt zwischen 0,5 und 2 PSU, dennoch dringt manchmal mehr Salzwasser in die Swine und erhöht den Salzgehalt auf 6 PSU. Ihre natürliche durchschnittliche Tiefe beträgt 3,8 Meter. Die Tiefe der Fahrrinnen kann jedoch 10,5 Meter überschreiten.

Zielfischarten:

  • Stettiner Haff: Barsch, Zander, Hecht, Brachse und Rapfen.
    Pommersche Bucht: Dorsch, Hornhecht, Meerforelle und einige Plattfischarten.
  • Hauptangelsaison: Die Hauptangelsaison im Stettiner Haff für den Barsch beginnt Mitte September. Der Zander wird ab Mitte Oktober im Stettiner Haff beangelt, bis das Wasser gefroren ist. Danach können beide Arten durch Eisangeln gefangen werden. Hecht kann von Oktober bis November beangelt werden. Die Hauptsaison für das Hornhechtangeln ist Mitte Mai. Dorsch kann das ganze Jahr gefangen werden, aber vor allem zu Beginn des Frühjahrs und im späten Herbst. Die Angelsaison für Meerforellen in der Pommerschen Bucht beginnt am 15. November.

Angelmethoden: Am Stettiner Haff sind das Posenangeln sowie das Angeln mit Feederrute, das Fliegenfischen und das Schleppangeln beliebte Angelarten. In der Pommerschen Bucht sind Brandungsangeln und Schleppangeln die wichtigsten Angelarten.

Zielgruppe (Kunden): Aufgrund des Mangels an aufgezeichneten Daten ist die Zielgruppe des Küstenangeltourismus in den Untersuchungsgebieten noch nicht definiert. Zur Erfassung von Daten ist es daher von Bedeutung, mit Anglern, Tourismusanbietern, Vermietern von Unterkünften, lokalen Tourismusverbänden, Bootsverleihen, Angelfachgeschäften, Gemeindevertretern und wissenschaftlichen Behörden Kontakt aufzunehmen.

Vorhandene Infrastruktur: Tourismusinformationszentren, Gemeinschaftsunterkünfte, Restaurants, Bootsverleihe und Angelfachgeschäfte.

Entwicklung des Angeltourismus: Aufgrund mangelnder Daten wurde die Entwicklung des Küstenangeltourismus in den Untersuchungsgebieten nicht erfasst.

Nachhaltigkeitsaspekte:

  • Die einzigen Nachhaltigkeitsrichtlinien, die mit dem Küstenangeln in Polen verbunden sind, beziehen sich auf ökologische Aspekte (Schonzeiten und Schutzgebiete). Eines der wichtigsten Ergebnisse des CATCH-Projekts sind daher für Küstenangler nachhaltige Verordnungen, die sich auf soziale und wirtschaftliche Aspekte beziehen.
  • Nach der am 6. Juli 2015 vom Minister für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung verabschiedeten Verordnung wurden mehrere Regelungen für die Schonzeiten, die Mindestlänge der Zielfischarten sowie die tägliche Fangbegrenzung von Barsch, Hecht, Rotauge, Brachse, Rapfen, Zander und Meerforelle eingeführt.

Bekannte Probleme: Es fehlt ein zentrales System zur Sammlung statistischer Küstenangeldaten (z. B. Fangdaten aus der Freizeitfischerei). Darüber hinaus stellen Konflikte mit anderen Küstennutzern ein Problem dar (z. B. Berufsfischer).

Marketing Slogan“Pol. Zachodniopomorskie – Morze Przygody” (Westpommern – Meer der Abenteuer)

Website: www.morzeprzygody.eu

Kontakt: Jakub Skorupski, jakub@gajanet.pl, Green Federation “GAJA”; Marcin Budniak, marcinb@gajanet.pl, Green Federation “GAJA”; Aneta Kozłowska, anetak@gajanet.pl, Green Federation “GAJA”

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